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02.04.2012 Die Johannespassion: Kraftvoll und feierlich auf hohem Niveau
Westfalenpost Arnsberg vom 02.04.2012
ARNSBERG. Es war ein musikalischer Höhepunkt in der Region, die Aufführung der „Johannespassion" in der Liebfrauenkirche am Samstagabend.
Knapp 300 Besucher waren der Einladung gefolgt und haben ihr Kommen nicht bereut. In Kooperation mit der Johanniskantorei Hagen (Leitung: Kirchenmusikdirektor Manfred Kamp) wurde die berühmte Passionsmusik nach dem Evangelisten Johannes für Sopran, Alt, Tenor, Bass, Chor und Orchester vom Forum Vocale Arnsberg (Einstudierung: Angelika Ritt-Appelhans) aufgeführt.
Den Orchesterpart hatte das Barockorchester „Capella Westfalica", das auf historischen Instrumenten musizierte, übernommen. Mit diesem Konzert wurde eine bereits mehrere Jahre dauernde gute Zusammenarbeit zwischen dem Forum Vocale Arnsberg und der Johanniskantorei Hagen erfolgreich fortgesetzt. Als Solisten konnten neben dem aus Arnsberg stammenden und inzwischen sehr gefragten Tenor Niels Giebelhausen, Nadine Balbeisi (Sopran), Sibylla Müller (Alt), Manfred Bittner und Rolf A. Scheider (beide Bass) gewonnen werden.
Die Johannespassion wurde von Johann Sebastian Bach (1685 - 1750) im Karfreitagsgottesdienst 1724 als erstes großes Werk an seiner neuen Wirkungsstätte, der Leipziger Thomaskirche, aufgeführt. Die dramatischen Chorsätze, der überaus affektgeladene Evangelistenbericht und die betrachtenden Arien mit ihren eingängigen Ritornellen ließen die Johannespassion zu einem der bekanntesten und beliebtesten Werke der Passionsliteratur werden.
Zwei Stunden lang boten die 90 Mitwirkenden - Chor, Orchester und Solisten - einen musikalischen Leckerbissen der ganz besonderen Art. Einen fantastischen Eindruck hinterließ besonders der 65-köpfige Chor, der die hohen Passagen kraftvoll mit seinem gewaltigen Stimmenpotential meisterte.
Kraftvoll und feierlich auch die Tenorstimme von Niels Giebelhausen, der den Großteil der solistischen Darbietungen zu bewältigen hatte. Nicht minder die Leistungen der anderen international bekannten Solisten, die allesamt zu gefallen wussten, wie auch die Soli-Parts des Orchesters.
Fazit dieses Konzertes auf künstlerisch hohem Niveau: Chor, Solisten und Orchester zeigten ein hohes Maß an Klangreinheit und Homogenität. Ungewöhnlich die von Veranstaltern gewünschte Stille nach dem Konzert, die dem „Leiden und Sterben Jesu“ aber angemessen war.
Am gestrigen Sonntag wurde das Konzert in der Hagener Johanniskirche noch einmal aufgeführt.
Von Karl-Heinz Keller